Fragen und Antworten 

Was bewirken die Säcke unter der Rettungsinsel?

Unter der Rettungsinsel sind vier, sich schnell selbst füllende 5- Liter-Säcke befestigt. Sie geben der Insel durch ihr Gewicht Stabilität, besonders bei hohem Seegang. Außerdem verhindern sie das Kentern. Sobald die Rettungsinsel nach der Aktivierung im Wasser schwimmt, strömt Wasser in die große Öffnung im oberen Bereich der Säcke, die dann sofort eine stabile Schwimmlage bewirken.


Kann ich meine Rettungsinsel selbst wieder packen, wenn sie ausgelöst wurde?

Wenn die Rettungsinsel in einer Seenotsituation ausgelöst wurde, bergen die Rettungskräfte nur überlebende Menschen und kein Material. Falls Sie aus so einer Situation gerettet wurden und uns dazu ihre Überlebensgeschichte senden, ersetzen wir Ihnen gerne kostenfrei ihre Rettungsinsel. Falls Sie in einer anderen Situation, vielleicht versehentlich, Ihre Rettungsinsel aktiivieren, sollte sie wieder in einer unserer autorisierten Service-Stationen fachgerecht gepackt werden.


Bläst sich die Rettungsinsel automatisch auf?

Die Rettungsinsel bläst sich innerhalb von Sekunden auf, wenn die 30 m lange Auslöseleine herausgezogen und damit die Aufblasvorrichtung aktiviert wird. Dann strömt das CO²-Gas aus der Flasche in die Auftriebskammer.


Wird die Rettungsinsel automatisch aufgeblasen, wenn sie mit Wasser in Kontakt kommt?

Nein. Die Rettungsinsel muss jper Hand über Bord gebracht werden und durch Zug auf die Auslöseleine aktiviert werden. Alternativ kann sie, wenn sie einen hydrostatischen Auslöser hat, bei einem sinkenden Schiff automatisch während des Sinkvorgangs aktiviert werden.


Bläst sich der aufblasbare Boden automatisch mit auf?

Der aufblasbare Boden muss manuell mit der in der Rettungsinsel vorhandenen Pumpe aufgeblasen werden, weil die Bodenkamer kein Überdruckventil hat. Ausströmendes CO² im Innenraum könnte Menschen gefährden. Außerdem hat so ein Boden einen anderen Betriebsdruck als die Auftriebskammern.


Wird die Dachstütze auch automatisch aufgeblasen?

Alle Dachstützen in VIKING-Rettungsinseln werden bei Aktivierung der Insel mit aufgeblasen.


Was passiert, wenn in der Rettungsinsel im Seenotfall ein Loch ist?

In der Rettungsinsel sind drei rote Leckstopfen, mit denen sofort Löcher verschlossen werden können. Nach Einsatz eines oder mehrerer Leckstopfen kann die entsprechende Auftriebskammer wieder manuell aufgeblasen werden. Zusätzlich ist in der Insel ein Reparatursatz mit Gewebestücken, Leim und Schere.

Wenn eine Beschädigung nur in einer der Auftriebskammern ist, bedenken Sie, dass VIKING-Rettungsinseln entsprechend den SOLAS-Richlinien gebaut werden und auch dann immer noch die Rettungsfunktion für die Insassen erfüllt.


Wie lange kann ich in einer Rettungsinsel überleben?

Die Rettungsinsel kann mindestens 30 Tage auf See ihre Funktion erfüllen. Das Überleben der Insassen hängt von der Menge des verfügbaren Wassers, der Lebensmittel aus dem Notpaket und der Möglichkeit des Fischens ab.


Wenn nur 2 Personen in einer 8-Personen-Rettungsinsel sind, kann sie dann kentern?

Nein. Die Ballastsäcke und der Treibanker gewährleisten Stabilität.


Warum steht nur so wenig Platz pro Person zur Verfügung?

Nach SOLAS-Vorschriften ist nur 0,372 qm pro Person vorgesehen, um gegenseitiges Wärmen zu ermöglichen und um Verletzungen bei hohem Seegang zu vermeiden.


Kann ich zusätzliche Ausrüstung in der Rettungsinsel haben?

In begrenzter Menge können Sie in das Notfallpaket oder in einem Grab-Bag zusätzliche Ausrüstung einlegen lassen. Zusätzliche Kosten werden berechnet.


Welche Komponenten im Notfallpaket können ergänzt werden?

Handfackeln, Trinkwasser, Nahrung, Erste-Hilfe-Satz, Leim im Reparatursatz, Seekrankheitstabletten, Blinklicht-Batterien und Batterien für Innen- und Außenlicht.


Wo ist der beste Platz, um einen Container zu befestigen?

Die Rettungsinsel muss grundsätzlich innerhalb von 60 Sekunden einsatzbereit sin. Am besten ist eine Deckmontage im mittleren Bereich des Schiffes. Wenn das möglich ist, sollte der Container hinter dem Mast, geschützt vor überlaufenden Seen, montiert werden.


Was wird mit der Rettungsinsel geliefert?

Die Standard-Ausrüstung sind Treibanker, schwimmfähiges Messer, Wurfring mit Leine, Paddel und Notfallpaket. Alle Notfallpakete sind ausgerüstet gemäß SOLAS mit Fallschirm-Raketen, SOLAS-Handfackeln, SOLAS-Blinklicht mit extra Batterien und Leuchtmittel, Trillerpfeife, USCG/SOLAS-Signalspiegel, Luftpumpe, Leckstopfen. Zusätzliche Ausrüstung wird beigelegt, wenn lokale Vorschriften oder andere Anforderungen bestehen.


Darf man auf dem Container oder der Tasche sitzen oder stehen?

Das sollte man NICHT machen, weil dadurch der Inhalt beschädigt werden kann.


Wie wirkt der Treibanker?

Der besonders große Treibanker verhindert ein "Surfen" auf der Leeseite der Wellen und Kentern der Rettungsinsel. Ferner verringert er die Abdrift.


Warum wird der Treibanker nicht automatisch ausgebracht?

Der Treibanker muss per Hand zum gegebenen Zeitpunkt ausgebracht werden, damit er nicht behindert, wenn die Rettungsinsel von einem sinkenden oder brennenden Schiff freigepaddelt werden muss.


Worin besteht der Unterschied zwischen ISO1 und ISO2?

ISO1 ist für Hochsee. Rettung über 24 Stunden.

ISO2 ist für Küstenbreich: Rettung innerhalb von 24 Stunden möglich.

  • Eine Rettungsinsel für Hochsee hat einen isolierten Boden, um Auskühlung zu verhndern, eine Rettungsinsel nach ISO2 nicht.
  • Eine ISO1 Rettungsinsel muss einen Innenraum von 0,4 qm pro Person haben, nach ISO2 nur 0,25 qm.
  • Eine Rettungsinsel nach ISO1 hat mehr Ausrüstung im Notfallpaket als eine nach ISO2.
  • Eine ISO1 Rettungsinsel muss bei Temperaturen von -15° bis +65°C zu aktivieren sein. Eine nach ISO2 nur im Bereich von 0° bis +65°.


Wie schalte ich die Beleuchtung bei Tageslicht aus?

Die Innen- und Außenleuchten werden bei Aktivierung der Rettungsinsel automatisch angeschaltet. Zum Ausschalten muss der Pin am Batteriepack, das an den Auftriebskammern befestigt ist, reingedrückt werden.


Wie arbeitet der hydrostatische Auslöser HRU?

Der hydrostatische Auslöser wird durch Wasserdruck ausgelöst. Er öffnet automatisch, wenn er sich in einer Tiefe von 1 - 1,5 m befindet. Dann wird durch eine Mechanik die Befestigung freigegeben, die den Rettungsinsel-Container in der Halterung an Deck hält. Die Lösung der Leine vom Schiff erfolgt durch eine Sollbruchstlle am hydrostatischen Auslöser.


Was ist, wenn die Rettungsinsel auf dem Dach schwimmt?

Wenn die Rettungsinsel nach dem Aufblasen auf dem Dach schwimmt, müssen Sie ins Wasser gehen und die Insel in den Wind drehen. Dann steigen Sie auf die CO²-Flasche, greifen in den Aufrichtgurt am Boden der Rettungsinsel und lehnen sich zurück. So richtet sie sich auf. Alternativ können Sie eine RescYou™ Pro wählen, die sich automatisch innerhalb von Sekunden aufrichtet.


In welchen Abständen muss die Rettungsinsel zur Wartung?

Wartungsintervalle von drei Jahren werden von VIKING empfohlen. Damit wird die Lebenszeit einer Rettungsinsel verlängert und die Funktionssicherheit erhalten.


Was kostet eine Wartung?

Die Kosten für eine Wartung sind je nach Land unterschiedlich. Erfragen Sie die Preise bei Ihrer lokalen Wartungsstation. Die europäischen Stationen finden Sie hier.


Wo kann ich meine VIKING-Rettungsinsel warten lassen?

VIKING hat ein globales Netzwerk von über 270 autorisierten Wartungsstationen. Die nächstgelegene Wartungsstation finden Sie hier.