Der Spartipp: Kaufen Sie mal neue Fender!
Die herkömmlichen Fender guter Qualität für Boote und Yachten werden aus PVC (Polyvenylchlorid)
im Rotationsgussverfahren hergestellt. Dieses Material ist relativ weich und hat eine glatte Oberfläche. Auch unter hohem Pressdruck auf die Bordwand von Booten beschädigen die Fender nicht die Oberfläche von Gelcoat oder Lack.
Nach einigen Jahren, in denen die Fender während der Sommersaison ständig der Sonne ausgesetzt wurden, bewirken die aggressiven UV-Strahlen eine starke Reduzierung der sogenannten „Weichmacher“ im PVC. Das bewirkt, dass das PVC-Material härter wird. Zusammen mit den durch Gebrauch auftretenden mechanischen Beschädigungen an der Oberfläche der Fender, entwickelt der „alte“ Fender allmählich immer mehr die Eigenschaft, am Gelcoat oder Lack zu scheuern.
Einen ebenfalls schädlichen Effekt in Bezug auf die Oberfläche von Fendern haben Mineralöl und Lösungsmittel. Fender, die mit öligem Hafenwasser in Berührung kommen, werden an diesen Stellen klebrig, weil Mineralöl PVC anlöst. Außerdem wird die Oberfläche zerstört, wenn zum Fenderputzen scharfe, lösungsmittelhaltige Reinigungsmittel verwendet werden.
Viele Eigner versuchen mit Fenderüberzügen aller Art die alten Fender noch weiter zu verwenden. In Fenderüberzügen kann sich jedoch leicht Sand und anderer Schmutz festsetzen, der wiederum Scheuerwirkung auf die Außenhaut hat. Unter diesem Aspekt empfehlen wir jedem (sparsamen) Bootseigner, die Fender nach einigen Jahren kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu ersetzen.
Fender-Tipps
Nehmen Sie keine zu kleinen Fender. Denken Sie daran, dass Sie bei ungünstigem Wind und schlechtem Liegeplatz Ihr Schiff gut abfendern müssen, um es zu schützen.
Bitte beachten Sie, dass Fender nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach aufgeblasen werden dürfen: Dank der Luftdruckangaben auf den Fendern, kann der Luftdruck jederzeit mit einem Manometer oder mit dem Fenderumfang verglichen werden.