Fragen zur Batterieladung

Welche Ladeleistung?

Der Ladestrom sollte zwischen 10% (C10) und 30% (C30) der Kapazität der Batterie (Batteriebank) liegen. Es gibt Batterien, welche auch mit höheren Strömen geladen werden können. Allerdings kann es bei hohen Strömen auch zu "Verbrennungen" an den Batterieplatten kommen. Besonders bei Batterien mit festem Elektrolyt.

Als Faustregel gilt 10% /(C10) der Kapazität, denn man geht davon aus, dass eine "Nacht" (ca. 10 Std.) geladen wird. Bei viel Zeit können auch bis 8% (C08) ausreichen. Allerdings kann es bei zu geringen Ladeströmen auch zur Schädigung der Batterie kommen. Bei vielen Anwendungen (Boot, Caravan etc.) sind während des Ladevorganges auch Verbraucher eingeschaltet (z.B. Kühlschrank, Radio, Lampen etc.). Dieser Verbrauch sollte zu der ausgewählten Leistung addiert werden.

Als letzter Faktor ist dann ausschlaggebend, wie schnell die Batterien geladen werden sollen. Je schneller, desto höher die benötigte Leistung des Ladegerätes. Bitte informieren Sie sich ausführlich beim Hersteller Ihrer Batterien über den maximalen Ladestrom und die empfohlene Ladeschlussspannung. Die untere Tabelle ist nur eine Empfehlung.

Ladestrom max. 5 Amp. 10 Amp. 12 Amp. 20 Amp. 30 Amp. 40 Amp. 50 Amp. 60 Amp.
Kapazität (Gel) 25 - 40 Ah 50 - 80 Ah 60 - 90 Ah 100 - 160 Ah 50 - 240 Ah 200 - 320 Ah 250 - 400 Ah 300 - 480 Ah
Kapazität (Säure) 10 - 60 Ah 20 - 120 Ah 25 - 160 Ah 40 - 240 Ah 60 - 360 Ah 80 - 480 Ah 100 - 600 Ah 120 - 720 Ah
Was muss ich bei der Auswahl des richtigen Ladegerätes beachten?

Wie viele Batterien sollen geladen werden?

Die meisten Ladegeräte von Sterling haben mehrere Ladeausgänge. Grundsätzlich kann man ein Gerät mit z.B. 3 Ausgängen zu einem Gerät mit einem oder zwei Ausgängen umwandeln - umgekehrt funktioniert dies aber nicht. Wenn zwei oder mehr Batterien zu einer Batteriebank zusammengeschlossen sind, agieren sie als eine Batterie. Somit benötigt man auch nur einen Ausgang, auch wenn es zwei oder drei Batterien sind.

Welche Gesamtkapazität (Ah) ist vorhanden?

Wenn an Bord eine Starterbatterie mit 80Ah und eine Verbraucherbatterie mit 200Ah eingebaut sind, sind insgesamt also 280Ah vorhanden. 10% davon sind 28A - das Ladegerät sollte also mindestens 28A Leistung haben.

Wichtig ist: Grundsätzlich sollte aufgerundet werden, denn häufig sind zusätzliche Verbraucher während des Ladevorgangs eingeschaltet.

Pro Charge Ultra
ProCharge Ultra

Wo befindet sich der Einbauort?

In der Backskiste oder an anderen Stellen, wo das Ladegerät äußeren Einflüssen ausgesetzt ist, sollte immer ein wasserdichtes Gerät verwendet werden (aus der Sterling ProSport-Serie). Auch eine mögliche Geräuschentwicklung durch einen Lüfter bei Einbau z.B. unter der Koje sollte bedachten werden (die Geräte der Sterling Pro Charge Ultra-Serie sind z.B. besonders geräuscharm).

Wie hoch soll der Bedienkomfort sein?

Viele Sterling-Geräte werden mit einer optionalen Fernbedienung angeboten. Eine Fernbedienung bietet die Möglichkeit, sich schnell und einfach z.B. über Gerätestatus, Spannung und ggf. Fehlermeldungen zu informieren, ohne bis zum eigentlichen Einbauort des Ladegerätes "vordringen" zu müssen.

Welchen Wechselrichter benötige ich? Die Auswahl des richtigen Wechselrichters.

Reiner Sinus oder Quasi-Sinus - was soll daran betrieben werden?

Sterling bietet Wechselrichter mit Quasi-Sinus oder reiner Sinus-Technik an. Bei Quasi-Sinus-Wechselrichtern wird eine Wechselspannung erzeugt, die nicht hunderprozentig einer reinen Sinusform entspricht, sondern diese nur imitiert. Reine Sinus-Wechselrichter erzeugen dagegen eine Wechselspannung, die nahezu exakt der Wechselspannung des normalen Stromnetzes entspricht. Allerdings sind sie auch größer, schwerer und teurer und besitzen zudem einen deutlich höheren Eigenverbrauch. Die meisten elektrischen Verbraucher lassen sich problemlos mit Quasi-Sinus-Wechselrichtern betreiben. Einige Geräte benötigen aufgrund ihrer speziellen Elektronik allerdings eine reine Sinus-Wechselspannung. Dazu zählen z.B. die meisten Waschmaschinen, Wäschetrockner, Plasma-Fernseher und TV-Video-Kombinationen.

Manchmal ist es schwierig im voraus zu wissen, ob ein bestimmtes elektrisches Gerät einen reinen Sinus-Wechselrichter benötigt oder nicht. Daher bietet Sterling eine einzigartige Garantie: Wenn Sie innerhalb von 4 Wochen nach dem Kauf eines Quasi-Sinus-Wechselrichters feststellen, dass ein elektrisches Gerät damit nicht korrekt funktioniert, können Sie den Quasi-Sinus-Wechselrichter gegen einen reinen Sinus-Wechselrichter umtauschen. Sie zahlen lediglich die Preisdifferenz.

Dauer- und Spitzenleistung - wie oft (regelmäßig) ist das Gerät im Einsatz?

Vergleichen Sie vor dem Kauf eines Wechselrichters unbedingt die Leistungsangaben. Es gibt Hersteller, die die "Dauerleistung" ihrer Geräte auf eine Betriebszeit von nur 30 Minuten beziehen und die daher keine echte Dauerleistung ist. Sterling dagegen gibt stets die echte Dauerleistung seiner Wechselrichter an. Auf diese können Sie sich auch bei dauerhaftem Einsatz stets voll verlassen. Wichtig ist auch die kurzfristige Spitzenleistung eines Wechselrichters. Viele (vor allem induktive) Verbraucher benötigen in der Startphase eine besonders hohe Anlaufleistung. Damit ein Wechselrichter dabei nicht wegen Überlastung abschaltet, muss er in der Lage sein, die benötigte Spitzenleistung ausreichend lang zur Verfügung zu stellen.

Welchen Bedienkomfort möchte ich haben?

Zahlreiche Sterling Wechselrichter werden serienmäßig oder optional mit einer Fernbedienung ausgeliefert, mit der sich die Funktion des Gerätes bequem aus der Ferne bedienen lässt. Ein weiteres nützliches Komfortmerkmal ist ein integrierter automatischer 230V Umschalter. Damit ausgestattete Geräte schalten bei Anliegen einer externen 230V Spannungsquelle automatisch auf diese um und schonen so die Batterien. Die Anschaffung eines zusätzlichen manuellen oder automatischen Umschalters ist damit nicht mehr erforderlich. Zudem verfügen alle Sterling Wechselrichter mit dieser Funktion über eine unterbrechungsfreie Stromversorgung, d.h. der Umschaltvorgang von Batterie- auf Landstrom bzw. umgekehrt ist so schnell, dass auch empfindliche Geräte (z.B. Computer) dabei problemlos weiterarbeiten.

Kombination von Wechselrichter und Ladegerät?

Zusätzlich zur Funktion eines reinen Sinus-Wechselrichters bieten Sterling Kombigeräte ein leistungsstarkes integriertes Ladegerät, mit dem sich die Batterien bei angeschlossenem Landstrom aufladen lassen.
Dabei werden für die Wechselrichter- und die Ladefunktion die selben Kabel verwendet. Der Installationsaufwand ist damit minimal.

Wo soll der Wechselrichter eingebaut werden?

Grundsätzlich sind bei der Wahl des Einbauortes eines Wechselrichters 2 kritische Faktoren zu beachten: Feuchtigkeit und mangelnde Belüftung. Einbauorte, die daher in der Regel ausscheiden, sind zum Beispiel Backskiste, Motorraum oder das WC.

Welche Batteriekapazität ist vorhanden?

Generell kann an einer kleinen Batterie kein großer Wechselrichter betrieben werden - die Batterie muss im richtigen Verhältnis zum Wechselrichter stehen. Ein 1800W Wechselrichter sollte zum Beispiel mindestens mit 200Ah Kapazität betrieben werden.

Wann brauche ich ein Batterie-zu-Batterie-Ladegerät?
B2B-Ladegeräte
B2B-Ladegerät BBW 1224

Die meisten Besitzer von Yachten kennen das Problem: Es soll eine zusätzliche Batterie (oder auch Batteriebank) für Verbraucher oder das Bugstrahlruder geladen werden – am besten mit optimaler Kennlinie und natürlich ohne ungewollte Entladung der Primärbatterie. Sterling hat hierfür die ideale Lösung:  Mit den Batterie-zu-Batterie-Ladegeräten (in Kurzform auch als B2B-Ladegeräte bezeichnet) können zusätzliche Batterien effizient geladen werden.  Wenn auf der Eingangsseite genug Leistung zur Verfügung steht (> 13V), aktivieren sich die Sterling B2B-Ladegeräte automatisch und laden die Sekundärbatterie mit einer hocheffektiven IUoUo-4-Stufen-Ladekennlinie. Diese lässt sich exakt auf den jeweiligen Batterietyp einstellen (Blei, Säure, Gel oder  AGM). Sinkt die Spannung der Primärbatterie unter 13V ab und verweilt dort, schaltet es sich selbstständig aus. Sterling B2B-Ladegeräte können aber auch vorhandene Trennrelais ersetzen und die Ladung der Sekundärbatterie erheblich optimieren.

Die Installation der Sterling Batterie-zu-Batterie-Ladegeräte ist simpel: Sie werden einfach zwischen der bereits vorhandenen Primärbatterie und der Sekundärbatterie eingebaut. Sterling bietet B2B-Ladegeräte in verschiedenen Ausführungen und Leistungsklassen an, so dass eine 24V Batteriebank auch über eine 12V Lichtmaschine geladen werden kann. Dies ist beispielsweise dann ideal, wenn ein 24V Bugstrahlruder in einem 12V Bordnetz betrieben werden soll.